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2016 

Fenster Recycling, Katzenbabys und viele nette Gäste

Dieses Jahr kam ich schon Anfang April zurück aus meinem Winterdomizil in Nürnberg und konnte so gemütlich alles für die Sommersaison vorbereiten.

Die Wassertanks waren wieder gut gefüllt, welch ein Segen! Warum dieses Jahr trotz eines relativ trockenen Winters wieder genügend Wasser kam kann ich mir nicht erklären und man kann nur hoffen dass es in Zukunft weiterhin gut fließt.


Um etwas mehr Ruhe zu haben hatte ich beschlossen dieses Jahr nur Helfer zu nehmen, die ich schon kenne und die sich auch gut selbst versorgen können. Das hat wunderbar funktioniert und ich war begeistert, dass ganz von alleine immer jemand da war. Es kamen Jamila aus Dresden, Heidi und Elisa aus Nürnberg, bei denen ich im Winter wunderschön gewohnt hatte, Julia mit ihrem neuen Freund Samson, der ein wahrhaft vielseitiger Handwerker ist und Mirke, die auf dem Weg zu ihrer Praktikums Stelle in Norditalien ein paar Tage bei mir aushalf.

Anfang Juni gab es noch eine tierische Überraschung: Peppa war mir schon bedenklich kugelig erschienen, und tatsächlich kam sie am 3. Juni plötzlich ganz dünn zum Frühstück… gut eine Woche später fand ich die schöne Bescherung mitten in einer Brombeerhecke. Es waren vier prächtige bunte Katzenbabys, die sich in den folgenden Wochen ganz langsam aus dem Gebüsch tasteten und mehr oder weniger zutraulich wurden. Zwei von ihnen fanden schließlich ein schönes Zuhause in Nürnberg und die anderen beiden zogen zu einer Freundin nach Murci, wo sie eine Festanstellung als Mäusevertilger haben.

Eine besonders Eindrucksvolles Erlebnis war dieses Jahr die Ginsterblüte, die Hänge von Pratolungo und der ganze Südwesthang des Monte Labro waren wochenlang in ein unglaublich sattes und intensives gelb getaucht. Auch die Rosen blühten besonders üppig und lang, vielleicht lag es daran dass der Regen immer genau zur rechten Zeit kam?

Der Sommer war freundlich und entspannt und der Sonnentanz fand im Juli zum letzten mal auf Pratolungo statt. Nun ist die wachsende Sonnentänzer Familie auf der Suche nach einem neuen Platz, der größer und noch passender sein soll.
So wurde auch der Tanzplatz und der schöne Platz am alten Baum wieder frei und gleich entstanden Ideen für neue Projekte. Eines davon ist der Plan, einen kleinen See anzulegen, um Wasservorrat zu haben und -was ein Riesen Gewinn wäre- eine Bademöglichkeit! Damit er genehmigt wird würden wir ihn als Löschwasser Speicher frei geben, das heißt dass im Falle eines Waldbrandes die Hubschrauber dort Wasser holen dürfen.
Ger und Lucy aus Holland kamen im Sommer genau zur Richtigen Zeit und hatten viele inspirierende Gedanken. Nun ist geplant eventuell für 2018 ein Benefiz-Festival zu organisieren, um die nötigen finanziellen Mittel für den Bau des Sees zu generieren.

 

Yvonne aus dem Wendland besuchte mich und brachte mir einen völlig neuen Blickwinkel, der meine Sicht auf die Pflanzenwelt von Pratolungo auf beeindruckende Art und Weise verändert hat: ich lebe in einem Warenlager von Flechtmaterial! Vieles was mir bis dato ale schrecklicher Unkraut erschienen war - bespielsweise die Waldrebe - ist in Wirklichkeit ein prima Rohstoff für selbst geflochtene Körbe! Mit etwa 10 Frauen aus der Gegend fand der erste Flechtkurs bei mir statt und wir haben einige schöne Ergebnisse davon mitgenommen. Nun ist unsere Hausaufgabe im Winter neues Material zu schneiden für den nächsten Kurs im Sommer 2017. Die Auswahl ist groß: quasi alles was rankt, sowie Hasel, Hartriegel, wilde Rosen, Weiden aller Art und sogar die Triebe von einigen Obstbäumen.

Ein lang gehegter Wunsch erfüllte sich denn Markus und Yvonne hatten bei ihrer Reise mit dem Steyer in Marokko super schöne Körbe für die Esel gefunden. Sie passen wie angegossen und nun können die Mo Tadello, Sarah und Sangria endlich auch Gepäck, Wasser, Einkäufe oder ihr eigenes Futter den Berg hoch tragen. Wunderbar.

Das Haus bekam seine vorgesehenen Dachfenster und wie durch ein Wunder fand ich im Juli eine Baustelle, auf der eine Menge Glastüren und Festverglasungen auszubauen waren. Wir brachten alles heil nach Pratolungo und in den folgenden Wochen wurden sie in die zwei West-Tore und das große Süd-Tor eingebaut. Dafür geht ein besonders herzlicher Dank an Xa und seinen Schreiner-Schwiegersohn Melchior und an Reiner aus Südtirol!
Es ist ein ganz neues Lebensgefühl, nun auch bei schlechtem Wetter Licht im Haus zu haben und ganz in Ruhe vom Sofa aus Sturm und Regen zu betrachten ;-)

Im Oktober besuchte mich zum ersten mal seit vielen Jahren meine Mutter Helga, schließlich sollte sie auch das Haus begutachten, das dank ihrer großzügigen Unterstützung realisiert werden konnte!
Wir hatten viel Arbeit, da es galt wieder alles winterfest zu machen und fuhren dann mit einigen Zwischenstopps gemeinsam zurück nach Nürnberg.

Im Dezember kam ich für meinen Winterbesuch und wir bauten noch ein Ofenrohr ein, jetzt ist das Haus sogar heizbar und ich konnte bei satten minus 10 Grad angenehm im warmen Haus sein. Die Küchenhexe funktioniert wunderbar und das kochen auf dem Feuer macht richtig viel Spaß!

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