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2017 

Die fünfte Suite entsteht, hoffentlich das letzte Jahr ohne Wasser und der Platz für den See wird frei...

Endlich ist es soweit: die fünfte Suite ist aufgebaut! Da mir die Auswahl der Plätze sehr wichtig ist hat es eine Weile - genau genommen fast 3 Jahre - gedauert bis ich wusste, wo diese stehen soll. Im Januar hatte ich ja schon dort gerodet und nachdem ich meine Winterarbeit in Nürnberg abgeschlossen hatte konnten Ende April die Arbeiten zum Aufbau beginnen. Wie immer ist ein wunderschöner Ort entstanden mit dem inzwischen berühmten Blick Richtung Südwesten und mit einem besonders schönen großen Schattenbaum. Der große Baum ist auch der Pate für den Namen der Suite: sie heißt "Alberone", was auf italienisch "großer Baum" heißt. Da ich inzwischen einige Möbel aus Deutschland mitgebracht hatte wurde sie damit eingerichtet und und so brauchten wir nicht extra Möbel zu bauen.

Der April brachte mir noch eine weitere Baustelle: ein Indoor-Badezimmer musste her, und zwar bis Anfang Mai, da ich die Anreise eines jungen Mädchens aus dem Antonia Werr Zentrum erwartete. Für sie sollte es so gemütlich wie möglich werden und so legten wir im Eiltempo los um einen Raum zu schaffen, in dem auch bei kühleren Temperaturen sanitäte Entspannung für die betreuten Jugendlichen möglich ist. Die Betreuungsarbeit wird nun zu einer festen Einrichtung im Sommer werden und so kann ich jedes Jahr zwei Mädchen aus den Jugend Wohngruppen des Antonia Werr Zenrums die Möglichkeit bieten, einige Wochen auf Pratolungo zu entspannen, zur Ruhe zu kommen und nachzureifen. Sie können sich ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten in das Geschehen auf Pratolungo und in den Freilufträumen einbringen oder sich zurückziehen. Das erste Jahr hat gezeigt dass dieses Konzept sehr gut funktioniert, und ich bin schon gespannt wer 2018 zu mit kommen wird. Das Badezimmer wurde von den Mädchen dann auch fleißig benutzt, da sie im Herbst bis Oktober bleiben - und da kann es schon empfindlich kühl werden.

Isabell, das erste Mädchen aus dem Antonia Werr Zentrum, sammelte mit großer Geduld und Leidenschaft Wildkräuter und vor allem eine beachtliche Menge Wildrosenblüten. Wir verarbeiteten alles zu Tees, Sirup, Riechsalz, Marmeladen und Gelees, und so reiste Isabell mit einer großen Kiste selbstgemachter Geschenke nach Hause. Anschließend kam Anna, die ein wahrer Segen in Sachen Raumpflege war, sie half viel und gern beim putzen und war so genau richtig für die Hauptsaison im Gästebetrieb.

Auf dem Lavendelfeld erntete ich dieses Jahr das erste mal eine größere Menge Lavendel und ließ gemeinsam mit einer Freundin Lavendelöl machen, wunderbar!

Weniger erfreulich war die Tatsache, dass es aufgrund aubleibender Regenfälle (über eineinhalb Jahre ohne ernstzunehmende Niederschläge!) wieder mal ekin Wasser gab. Der kleine Traktor musste daher besonders viel arbeitn und nicht nur das Gepäck der Gäste sondern täglich auch die Wasserkanister den Berg hoch bringen. Als dann sogar in Roccalbegna die Quellen versiegten wurde mir doch recht bange. Gleichzeitig ging der Allradantrieb meines Transportes kautt und ich konnte nicht mehr mit dem großen Wassertank die Strasse hoch fahren. Welch ein Segen dass gute Freunde mir in dieser Situation spontan halfen und mit ihren Geländewagen Wasser brachten DANKE an Angelo, Petra und Luca!

Ein neuer Bewohner tauchte mitten im Sommer auf: ein junger grauer Stubenkater, der nicht von der Idee abzubringen war, bei uns wohnen zu wollen. Sehr verschmust und eindeutig bisher als Hauskatze gehalten, war er mit dem Landleben sichtlich überfordert. Vermutlich war er in der Ferienzeit ausgesetzt worden, jedenfalls kannte ihn niemand aus der Umgebung und so wurde er unser neuer Mitbewohner und bekam den Aristicats Namen O'Maley.

Viele Gäste und ein paar kleine Gruppen waren im Laufe des Sommers da, es gab wieder schöne Begegnungen und besonders hat mich gefreut dass Mischa Miltenberger sein erstes Mutmacher Seminar bei mir entwickelt hat. Mehr dazu unter Kontakt --> Links oder direkt hier.

Im Herbst und Winter weiß ich nun die Tatsache sehr zu schätzen dass mein Holzhaus wunderbar warm ist, der Küchenherd heizt es locker ganz kuschelig und das beste ist dass ich inzwischen sogar gelernt habe im eingebauten Holzofen zu backen! Die erste Tarte Tatin war für mich wie eine Offenbarung, denn ein Backofen hatte mit schon sehr gefehlt...

Das Seebauprojekt rückt näher, die endgültige Entscheidung es zu realisieren wurde mir erheblich erleichtert durch die Tatsache dass der große Baum am ehemaligen Tipiplatz sich verabschiedet hat. Er stand genau dort, wo aus geologischer und praktischer Sicht der See am besten hinpasst, ich hatte ihn aber nie absägen wollen. Nun sind ihm innerhalb kurzer Zeit alle drei Hauptäste abgebrochen und der Rest ist abgestorben, das ist zwar traurig, gleichzeitig aber auch passend. Das Seebauprojekt ist eine größere Angelegenheit, vorallem auch finanziell, da allein die Genehmigungen dafür einiges kosten werden. Um das akute Wasser Problem zu lösen gab es noch eine Spendenaktion für den Bau eines Brunnens, und der wird wenn alles klappt im Frühling 2018 noch gebaut werden. Möge das Wasser reichlich sprudeln!

Der Winter auf Pratolungo ist schön, manchmal nasskalt und selten schön verschneit, jedenfalls gibt es viel zeit um sich mit freunden zu treffen, Pläne zu schmieden und die nächste Saison vorzubereiten, die ja schon im Mai wieder beginnt. Ich freue mich schon auf alle Sommergäste!

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